"Genauigkeit der Beobachtung, Reichtum der Formen und Bilder, Motive, dieebenso ueberraschend wie unmittelbar einleuchtend sind, vor allem aber eineIronie, die das Pathos der Form bricht und einen Gegenstand zur Klarheitbringt. Man liest, und ploetzlich ist der Augenblick alles." ThomasSteinfeld, Frankfurter Allgemeine ZeitungDie Gedichte von WislawaSzymborska zeugen
von Augenblicken der Erleuchtung, der Staerke. Die grossepolnische Lyrikerin, die im Juli 1998 ihren 75. Geburtstag feierte, erhielt1996 den Nobelpreis fuer Literatur "Fuer eine Poesie, die mit ironischerPraezision den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmentenmenschlicher Wirklichkeit hervortreten laesst". Ihre Poesie ist ihr Lebens-,Empfindungs- und Denkkommentar: Ob "Ende oder Anfang", ob "Abschied vomAugenblick" oder die Erkenntnis "Nichts ist geschenkt", die Wirklichkeitist fuer Wislawa Szymborska immer etwas, worueber man sprechen muss.